Nationalfeiertag

Bundespräsidentin Sommaruga: «Die Schweiz "verhäbt" auch in einer schwierigen Situation»

Simonetta Sommaruga während der Aufzeichnung der 1. August-Ansprache in Bern.

In ihrer Ansprache zum Nationalfeiertag bedankt sich Simonetta Sommaruga bei der Bevölkerung für die gelebte Solidarität in der Coronakrise. Auch in einer schwierigen Situation habe die Schweiz zusammengehalten.

(dpo) Viele Menschen hätten dem Bundesrat in der Coronakrise geschrieben, wobei der Brief eines Bergbauern die Bundespräsidentin besonders berührt habe. Solidarität sei gefragt, schrieb er, und legte dem Couvert einen Teil seiner AHV-Rente bei. Dieser Brief habe Sommaruga gezeigt, dass die Schweiz „verhäbt“: «Sie hält stand und sie hält zusammen. Genau wie der Bergbauer haben es viele Menschen im ganzen Land gemacht. Sie haben einander unterstützt», sagte die Magistratin in ihrer TV- und Radio-Ansprache zum 1. August.

Die Bundesrätin bedankte sich bei allen, die dafür gesorgt haben, dass die Schweiz trotz Corona nie stillgestanden sei. Dem Personal in den Spitälern und im Verkauf, den Bähnlern und Lastwagenfahrern, den Landwirten und Bauarbeitern, den Pflegerinnen in den Altersheimen. «Sie alle und viele mehr sind für uns dagewesen», sagte die Bundespräsidentin weiter. «Die Schweiz „verhäbt“, und zwar auch in einer schwierigen Situation.»

Die Schweiz sei auf den Austausch angewiesen, wir bräuchten den Nachbar im Quartier und gute Beziehungen zu unseren Nachbarn in Europa, so Sommaruga. Die letzten Monate hätten uns gezeigt, dass wir nur gemeinsam die erneute Verbreitung des Virus stoppen könnten. «Wenn es drauf ankommt, sind wir mehr als 26 Kantone und achteinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohner: Wir sind ein Land – mitten in Europa. Die Schweiz, das sind wir.» Später werde man wohl sagen, 2020 war das Corona-Jahr. Die Bundespräsidentin hofft, dass man dereinst auch sagen wird: Es war das Jahr der Solidarität.

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